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KI, RFID und mobile Zugangsdaten – so entwickelt sich die zukünftige Zugangssicherheit.

Die Zukunft der Zugriffssicherheit liegt nicht in einem einzelnen Produkt, sondern in einem intelligenten Ökosystem.

Die Zukunft der Zugriffssicherheit liegt nicht in einem einzelnen Produkt, sondern in einem intelligenten Ökosystem.

Vor einigen Jahren war die physische Sicherheit oft in separate Systeme unterteilt.

Die Zugangskarte öffnete die Tür.

Der Kartendrucker produzierte die Mitarbeiterkarte.

Das Gebiet wurde von einer Videoüberwachungsanlage erfasst.

RFID-identifizierte Karten oder Objekte.

Und die IT-Abteilung verwaltete den digitalen Zugang der Benutzer.

Im Jahr 2026 rücken diese Welten immer näher zusammen.

Die Identität rückt immer mehr in den Mittelpunkt.

Die Frage lautet nicht mehr nur:

„Hat die Person die richtige Zugangskarte?“

Es wird zunehmend zu Folgendem:

„Wer ist die Person, welche Zugangsdaten verwendet die Person, wo versucht die Person zuzugreifen, worauf darf die Person zugreifen – und entspricht die Situation den Erwartungen des Systems?“

Das ist eine bedeutende Veränderung.


Von der Zugriffskontrolle bis zum Identitätsmanagement

Ein traditionelles Zugangssystem funktioniert im Prinzip mit einem Ausweis und einer Berechtigung.

Ein Mitarbeiter hält beispielsweise eine RFID-Karte an ein Lesegerät.

Das System prüft die Berechtigungsnachweise der Karte und ermittelt, ob die Tür geöffnet werden kann.

Dieser Grundsatz wird nicht verschwinden.

Aber der physische Ausweis ist zunehmend nur noch eine Repräsentation von digitale Identität.

Ein Mitarbeiter könnte beispielsweise Folgendes haben:

  • eine physische RFID-Zugangskarte
  • ein Ausweis mit Foto
  • einen Anmeldeausweis auf seinem Smartphone
  • Zugang zu bestimmten Gebäuden
  • Zugang zu bestimmten IT-Systemen
  • bestimmte Rechte abhängig von Zeit und Ort

Das Interessante ist daher nicht mehr nur die Karte.

Es ist die Identität hinter der Karte.

Der HID-Bericht „State of Security and Identity 2026“ bestätigt genau diesen Trend. 73 % der Befragten nennen Identitätsmanagement als oberste Priorität, und 75 % haben entweder bereits einheitliche Identitätslösungen implementiert oder evaluieren diese, die physischen und digitalen Zugriff verknüpfen.


Die RFID-Karte verschwindet nicht.

Wenn man über mobile Zugangsdaten spricht, liegt die Vermutung nahe, dass die Ära der Plastikkarte bald vorbei ist.

Die Entwicklung scheint dies jedoch nicht zu bestätigen.

In der HID-Studie von 2026 84 % der Endnutzer verwenden in ihren mobilen Anwendungen immer noch physische Anmeldeinformationen..

Das macht Sinn.

Es wird auch weiterhin Mitarbeiter, Gäste, externe Handwerker, Produktionsumgebungen und andere Situationen geben, in denen eine physische Karte die praktischste Lösung ist.

Eine physische Mitarbeiterkarte hat auch eine Funktion, die ein Smartphone nicht unbedingt ersetzen kann:

Visuelle Identifizierung.

Name, Foto, Firma und gegebenenfalls Funktion können ohne elektronisches Lesegerät angezeigt werden.

Daher glaube ich nicht, dass die Zukunft so aussehen wird:

Plastikkarte oder Smartphone.

Es wird eher so sein:

Plastikkarte und Smartphone – je nach Nutzer, Situation und Sicherheitsniveau.


Der Kartendrucker wird daher eine andere Rolle haben – aber er wird nicht verschwinden.

Der Kartendrucker ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil dieser Infrastruktur.

Seine Rolle kann sich jedoch weiterentwickeln.

Anstatt lediglich eine visuelle Mitarbeiterkarte zu erstellen, kann die Kartenerstellung Teil eines umfassenderen Identitätsprozesses sein.

Stellen Sie sich beispielsweise Folgendes vor:

Die Personalabteilung erstellt den Mitarbeiter → Identität wird erstellt → Rechte werden zugewiesen → Foto wird registriert → physische RFID-Karte wird hergestellt → mobiler Ausweis wird ausgegeben.

Verlässt der Mitarbeiter später das Unternehmen, kann der Prozess auch in umgekehrter Richtung verlaufen:

Die Identität wird deaktiviert → physische Zugangsdaten werden gesperrt → mobile Zugangsdaten werden widerrufen → Zugriffsrechte werden entfernt.

Der Kartendrucker ist nicht unbedingt das Zentrum des Systems.

Die Identität steht im Mittelpunkt.

Der Drucker wird zu einer von mehreren Möglichkeiten, diese Identität auszustellen.


Das Telefon wird zum Zugangsschlüssel

Mobile Anmeldeinformationen gehören zu den offensichtlichsten Entwicklungen auf dem Markt.

Smartphones – und zunehmend auch Wearables – können als digitale Zugangsschlüssel fungieren.

Hierbei kommen Technologien wie NFC, Bluetooth Low Energy (BLE) und Ultrabreitband (UWB) verschiedene Rollen spielen.

Im Jahr 2026 wird das NFC Forum seine Arbeit an digitalen Schlüsseln und Hybridlösungen, bei denen NFC mit BLE und UWB kombiniert wird, gezielt fortsetzen. So kann NFC beispielsweise für die bewusste „Tippen“-Aktion genutzt werden, während andere Funktechnologien automatische, auf Nähe basierende Funktionen ermöglichen.

NFC Release 15 hat zudem das standardisierte Betriebsvolumen von etwa 5 mm auf bis zu 20 mm erhöht. Dadurch sollen NFC-Interaktionen zuverlässiger und weniger abhängig von der exakten Positionierung des Telefons oder Ausweises werden. Die Zertifizierung Release 15 wurde im Mai 2026 freigegeben.

Und die Entwicklung hört hier nicht auf.

Der Fahrplan des NFC Forums für 2026 untersucht unter anderem Folgendes: schnellere Datenübertragung, zusätzliche Sicherheitsverbesserungen, Mehrzweck-Tap und neue Anforderungen an digitale Schlüssel.


Aber Zugang betrifft nicht nur die Person

RFID spielt im gesamten Sicherheitssystem noch eine weitere interessante Rolle.

Die Technologie kann auch erkennen Einwender.

Zum Beispiel könnte es so sein:

  • Ausrüstung
  • Werkzeug
  • IT-Ressourcen
  • varer
  • Betrachter
  • Körbchen
  • Uniformierter
  • andere wertvolle Vermögenswerte

Ein zukünftiges System kann somit potenziell beides verstehen:

Wer ist diese Person?

og

Welches Objekt bewegt sich?

RFID hat sich bereits als etablierte Infrastruktur für die Anlagenverfolgung und Bestandsverwaltung etabliert. In der HID-Umfrage von 2026 gaben 54 % der Befragten an, RFID unter anderem aktiv für die Anlagenverfolgung, die Bestandsverwaltung und die Verlustprävention einzusetzen.

Dies eröffnet interessante Möglichkeiten, wenn RFID-Informationen mit anderen Sicherheitsdaten kombiniert werden.


Videoüberwachung übernimmt mit KI eine neue Rolle

Die traditionelle Videoüberwachung war weitgehend reaktiv.

Etwas geschieht.

Die Aufnahmen sind im Anschluss verfügbar.

Eine Person sieht sich das Video an.

Künstliche Intelligenz und Videoanalyse verändern dieses Modell nach und nach.

Systeme können dem Bediener zunehmend dabei helfen, relevante Ereignisse zu finden, Alarme zu priorisieren und die Menge an Informationen zu reduzieren, die von Menschen manuell überprüft werden müssen.

Das bedeutet nicht, dass KI alle Sicherheitsentscheidungen treffen sollte.

Im Gegenteil.

Meiner Meinung nach sollte KI in erster Linie ein Entscheidungshilfe, wo Menschen weiterhin für wichtige Entscheidungen verantwortlich sind.

Aber die Kombination wird interessant sein.

Stellen Sie sich folgende Situation vor:

Ein Ausweis wird zu einer ungewöhnlichen Zeit an einer Tür benutzt.

Das Zugriffssystem protokolliert das Ereignis.

Die Videoüberwachung findet automatisch die relevante Kamerasequenz.

Das System kann den Vorfall zusammen mit den relevanten Informationen einem Sicherheitsbeamten präsentieren.

Dann muss der Bediener nicht erst mehrere Systeme durchsuchen, um zu verstehen, was passiert ist.


KI wird auf bestehende Systeme aufgesetzt.

Hier kommt der KI vielleicht ihre interessanteste Rolle zu.

Nicht unbedingt als ein weiteres separates Sicherheitsprodukt.

Aber als Analyse- und Kohärenzschicht über bestehenden Systemen.

Ein umfassendes Sicherheitssystem kann potenziell Signale von folgenden Quellen empfangen:

Zugangskontrolle
Videoüberwachung
RFID
Besuchermanagement
Mobile Anmeldeinformationen
Physische Ausweise
Alarm
IoT-Sensoren
Identitäts- und HR-Systeme

Es könnte für einen Menschen schwierig sein, Tausende von Ereignissen in all diesen Systemen zu analysieren.

Künstliche Intelligenz kann helfen, Muster und Anomalien zu erkennen.

Zum Beispiel:

Eine Tür bleibt länger als üblich offen.

Ein Ausweisdokument wird an einem ungewöhnlichen Ort verwendet.

Ein wertvoller, mit einem RFID-Tag versehener Gegenstand bewegt sich gleichzeitig.

Eine Kamera zeichnet die Aktivitäten in dem Gebiet auf.

Nicht jeder einzelne Vorfall muss gleich kritisch sein.

Die Kombination könnte interessant sein.

Genau hier kann eine intelligente Korrelation zwischen Systemen einen Mehrwert bieten.


Vom Alarm zum Kontext

Das könnte unsere gesamte Denkweise über Alarmanlagen verändern.

Anstatt:

„Tür 17 ist seit 48 Sekunden geöffnet.“

Die Sicherheitsplattform der Zukunft kann potenziell Folgendes bieten:

Was ist passiert?
Wer war beteiligt?
Welche Anmeldeinformationen wurden verwendet?
Welche Gegenstände waren vorhanden?
Welche Kamera deckt den Bereich ab?
Handelt es sich bei dem Vorfall um einen normalen oder ungewöhnlichen Vorfall?

Das ist der Unterschied zwischen Alarm und Kontext.

Der Bericht „State of Physical Security 2026“ von Genetec zeigt ebenfalls Interesse an dieser Entwicklung. Zu den von den befragten Unternehmen geplanten Erweiterungen zählen die Reduzierung von Fehlalarmen durch KI-gestützte Systeme, mobile Anmeldeinformationen, biometrische Lösungen, Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und physisches Identitätsmanagement. Gleichzeitig setzen viele Unternehmen weiterhin auf hybride Cloud-/On-Premise-Umgebungen.


Cloud und Edge werden wahrscheinlich koexistieren.

Wenn so viele Systeme miteinander verbunden sind, stellt sich natürlich eine Frage:

Sollte alles in der Cloud sein?

Nicht unbedingt.

Die physische Zugangskontrolle muss auch dann funktionieren, wenn die Internetverbindung abbricht.

Daher ist eine Hybridarchitektur sinnvoll.

Kritische Funktionen wie Lesegeräte, Steuerungen und Türen können weiterhin lokal betrieben werden, während zentrale Verwaltung, Analyse, Berichterstellung und Integration in der Cloud erfolgen können.

Die Genetec-Umfrage aus dem Jahr 2026 verdeutlicht diese Mischung: 11 % der befragten Endnutzer setzten auf eine vollständige Cloud-basierte Zutrittskontrolle, während 27 % Hybridsysteme verwendeten.


Mehr Integration bedeutet auch mehr Verantwortung

Es gibt jedoch einen wichtigen Nachteil.

Wenn Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Identitätsmanagement, Smartphones, RFID und die Cloud miteinander verbunden sind, wird physische Sicherheit zu Internet-Sicherheit.

Ein modernes Zutrittssystem besteht nicht mehr nur aus einem elektronischen Schloss.

Es ist Teil der IT-Infrastruktur des Unternehmens.

Daher gewinnen unter anderem folgende Aspekte zunehmend an Bedeutung:

Verschlüsselung, starke Authentifizierung, sichere Anmeldeinformationen, Schlüsselverwaltung, Netzwerksicherheit, Updates, Zugriffsrechte, Protokollierung und Segmentierung.

Je intelligenter das System wird, desto mehr muss man darüber nachdenken, wer Zugriff auf die Daten hat.


Und wie steht es mit dem Datenschutz?

KI, biometrische Daten, Standortinformationen und Videoanalysen werfen natürlich auch neue Fragen auf.

Nur weil etwas technisch aufgezeichnet werden kann, heißt das nicht unbedingt, dass es auch aufgezeichnet werden sollte.

Die HID-Umfrage von 2026 ist in diesem Bereich interessant: Während biometrische Technologien strategisch immer interessanter werden, stiegen die gemeldeten ethischen und datenschutzbezogenen Bedenken von 31 % auf 67% in einem Jahr.

Das Sicherheitssystem der Zukunft darf daher nicht nur intelligent sein.

Es sollte auch transparent, verhältnismäßig und von Anfang an auf Datenschutz und Governance ausgelegt..


Das Gesamtsystem könnte folgendermaßen aussehen:

Wenn wir die verschiedenen Entwicklungen zusammenführen, könnte eine moderne Sicherheitsarchitektur beispielsweise aus Folgendem bestehen:

IDENTITÄT
↓
Personalwesen / Identitätsmanagement
↓
VERTRÄGE
Physische RFID-Karte + Smartphone + Wearable
↓
ADGANG
Lesegeräte + mobiler Zugang + Steuerungen + intelligente Türschlösser
↓
PHYSISCHE IDENTIFIZIERUNG
Kartensoftware + Foto + Kartendrucker
↓
DIE WELT
Video- und RFID-basierte Anlagenverfolgung + Sensoren + Alarme
↓
DATEN UND INTEGRATION
Edge-Systeme + lokale Systeme + Cloud
↓
INTELLIGENTE
KI + Analytik + Ereigniskorrelation
↓
MENSCHLICH
Der Sicherheitsbeauftragte trifft die endgültige Entscheidung.

Meiner Meinung nach ist dies ein besserer Weg, die Entwicklung zu verstehen, als jedes Produkt isoliert zu betrachten.


Von Produkten bis zu Ökosystemen

Wir werden weiterhin Kartendrucker haben.

Wir werden weiterhin RFID-Karten verwenden.

Wir werden weiterhin Zugriff auf Lesegeräte und Kameras haben.

Und Smartphones werden sie nicht unbedingt alle ersetzen.

Das Neue ist die Verbindung zwischen ihnen.

Eine physische Karte und ein mobiler Ausweis können dieselbe Person repräsentieren.

RFID kann Ihnen etwas über Objekte verraten.

Das Zugriffssystem kann Ihnen etwas über Rechte verraten.

Video kann einen visuellen Kontext liefern.

Die Cloud kann die Administration konsolidieren.

Und KI kann den Menschen helfen, die riesigen Informationsmengen zu verstehen.

Daher glaube ich, dass eine der wichtigsten Fragen für Unternehmen in den kommenden Jahren lauten wird:

Nicht „Welches Sicherheitsprodukt sollten wir kaufen?“

Männer:

„Wie sollten unsere Identitäts- und Sicherheitssysteme zusammenarbeiten?“

 

Hier wird die Entwicklung erst richtig interessant.